Beschreibung des Pilgerwegs Camino Krk

Beschreibung des Pilgerwegs Camino Krk

Einleitung: Kurz über den Camino:

Der Camino de Santiago oder Jakobsweg ist ein ungefähr 800 Kilometer langer Pilgerweg, der jährlich von mehr als dreihunderttausend Pilgern begangen wird.

1987 verlieh ihm der Europarat den Titel der Hauptstraße Europas. 1993 nahm die UNESCO die spanischen und französischen Teile der Route zur Hauptstadt Galiziens – Santiago de Compostela – in die Liste des Weltkulturerbes auf. Das Straßennetz des Jakobswegs, welches zu einem der drei führenden Pilgerzentren der Welt, die die Reliquien des hl. Jakobus dem Älteren aufbewahren, führt, ist in ganz Europa verbreitet und wird meistens mit einer stilisierten Muschel als primäres Attribut des Heiligen markiert. Seit 1203 unterstützen die dem hl. Jakobus gelobten Bruderschaften in Kroatien Pilger auf ihrer Reise auf organisierte Weise. Die heutige Bruderschaft des hl. Jakobus mit Sitz in Samobor hat diese wertvolle Tradition geerbt. Sie ist Mitglied der gleichnamigen Erzbruderschaft aus Santiago de Compostela, einer zentralen Assoziation, die Verbände und Bruderschaften mit Jakobus Namen aus der ganzen Welt zusammenbringt. In Zusammenarbeit mit der kroatischen Bruderschaft begann 2019, in Folge der mittelalterlichen Pilgerwege der Insel Krk, die Markierung des offiziellen kroatischen Camino-Weges mit dem Wunsch, Teil des europäischen Pilgerwegnetzes des hl. Jakobus zu werden. Der Camino Krk ist eine etwas mehr als 150 Kilometer lange Rundroute, die entlang bereits bestehender Wander- und Radwege über die ganze Insel führt. Der Ausgangspunkt liegt im Zentrum der Insel – der Stadt Krk, beziehungsweise der Kathedrale von Krk. Das Ziel hingegen befindet sich im Dorf Kornić, ganz passend, in der Pfarrkirche des hl. Jakobus. Die Route ist in sieben Pilgerkapitel, genauer gesagt sieben Tage, unterteilt – so lange brauchen Sie, um das historische, kulturelle und insbesondere das heilige Erbe der Insel inmitten beeindruckender natürlicher Landschaften und einzigartiger urbanistischer Einheiten zu erleben.

 

 

Mapa

 

Camino Krk
Camino Krk

 

Kapitel/Tag eins: Krk – Brzac

Zusammenfassung des ersten Kapitels:

Der Camino Krk beginnt im Zentrum der Insel, der Stadt Krk, und führt am ersten Tag auf einer 23 Kilometer langen Strecke durch die Dörfer in der Umgebung. Zuerst geht es nach Vrh, durch das Gebiet von Šotovento, die Dörfer Skrbčići und Pinezići bis nach Brzac. Es ist eine Gelegenheit, um die Schönheiten der Natur zu genießen und die zahlreichen Beispiele des historischen, kulturellen und insbesondere des sakralen Erbes kennenzulernen. Die Pilgerreise beginnt so im Herzen der Altstadt von Krk, wo sich neben dem Platz Kamplin eines der bedeutendsten Beispiele der sakralen Architektur der Insel befindet – ein Komplex bestehend aus der Kathedrale und der Doppelkirche des hl. Quirinus und der hl. Margareta. Nach dem Besuch der Burg und der Residenz auf Krk der Familie Frankopan, einer für die nationale Geschichte relevante Adelsfamilie, führen die Straßen der Altstadt vorbei am Interpretazionszentrum für maritimes Erbe der Insel Krk bis zum oberen Stadttor, hinter dem sich zwei wertvolle Klosterkomplexe befinden: der Franziskaner und der Benediktiner. Außerdem befindet sich dort auch die Kirche der Muttergottes der Gesundheit, die erste im romanischen Stil erbaute Kirche der Stadt. Neben den genannten Sakralbauten können Sie auch einen repräsentativen Teil der Stadtmauer bewundern, welche die Altstadt fast vollständig umarmen. Entlang einer der schönsten Straßen in Krk und vorbei an den Mauern des Benediktinerklosters geht es zum Hauptplatz, der Vela Placa, welcher von zahlreichen, meist antiken Sehenswürdigkeiten umgeben ist. Die Wanderung geht weiter entlang der Uferpromenade und in den westlichen Teil der Stadt, über den Campingplatz Bor und vorbei an Olivenhainen bis in Richtung Vrh. Nach dem Besuch der Überreste der Marienkirche gelangt man zur sogenannten Burg Salatić, von wo aus Sie, vorbei an den Feldern Kimpi und Kaštel, Vrh erreichen, dessen Zentrum von der Pfarrkirche des hl. Erzengel Michael dominiert wird, sowie die nahe gelegenen Dörfer Skrbčići und Pinezići. Während Sie das Gebiet von Šotovento durchqueren, einem bewaldeten und fruchtbaren Teil der Insel, der die Bucht der hl. Fuska umfasst, wird die Aufmerksamkeit der Wanderer von den Ruinen des Geisterdorfes Kambun angezogen. Die mehrstündige Pilgerreise des ersten Tages wird mit einem Besuch der Bucht Vela Jana und dem Dorf Brzac abgeschlossen.

Technische Beschreibung der Strecke:

Abschnittslänge: 22,7 km
Gesamtanstieg: 564 m
Gesamtabstieg: - 436 m
Höchster Punkt über dem Meeresspiegel: 232 m
Tiefster Punkt über dem Meeresspiegel: 1 m
Durchschnittliche Gehzeit: 5:00 - 6:00 Stunden
Untergrund: Asphalt, Schotter, Forststraße

 


 

Kapitel/Tag zwei: Brzac – Malinska

Zusammenfassung des zweiten Kapitels:

Am zweiten Tag geht die Pilgerreise entlang der 22,9 Kilometer langen Strecke vom Dorf Brzac nach Glavotok, das immer noch zu Šotovento gehört, um später das Gebiet von Dubašnica zu erkunden. Dieser Teil der Strecke führt durch mehrere typische Inseldörfer und endet in Malinska, dem Zentrum der Gemeinde Malinska-Dubašnica. Nach dem Verlassen des Dorfes Brzac führt die Pilgerreise in Richtung Glavotok, einem kleinen Ort, der das erste Mal als Sommerresidenz mit Kapelle der Fürsten Frankopan von Krk erwähnt wurde. Diese Kapelle wurde im 15. Jahrhundert den Franziskanern überlassen. Danach wurde ein Kloster gegründet und kurz darauf eine Kirche erbaut. Die dichten Wälder in der Umgebung von Glavotok führen dann zur wahren Perle der romanischen Architektur der Insel – der Kirche des hl. Chrysogonus oberhalb der Bucht Čavlena. Der nächste Abschnitt wird von der größten und ältesten Eiche der Insel gekennzeichnet. Die Reise führt teils entlang der Küste, teils durch den Wald bis zum Aussichtspunkt in der Gegend von Fumak, weiter nach Porat. Das Dorf hat sich rund um das Franziskanerkloster entwickelt, dessen Komplex heute auch ein Museum umfasst. Hier befinden sich neben einer Olivenölmühle, auch eine Sammlung kirchlicher Kunstwerke sowie Exponate, die von der religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Präsenz der Brüder des Dritten Ordens in Porat zeugen. Im glagolitischen Lapidarium des Klosters befinden sich Kopien der ältesten und wichtigsten kroatischen glagolitischen Inschriften. Beim Durchgang von Dubašnica ist der alte Friedhof des hl. Apollinaris mit einem beeindruckenden steinernen Glockenturm mit quadratischem Grundriss einen Besuch wert. Die Pilgerreise führt weiter durch mehrere kleinen Dörfer, von Sveti Anton, über Milovčići bis nach Kremenići, wo Sie die Kapelle des hl. Andreas, die älteste erhaltene Kapelle der Gegend, bewundern können. Das zweite Kapitel der Camino-Geschichte endet in Malinska.

Technische Beschreibung der Strecke:

Abschnittslänge: 22,9 km
Gesamtanstieg: 452 m
Gesamtabstieg: - 585 m
Höchster Punkt über dem Meeresspiegel: 137 m
Tiefster Punkt über dem Meeresspiegel: 1 m
Durchschnittliche Gehzeit: 6:00 - 7:00 Stunden
Untergrund: Asphalt, Schotter, Forststraße

 


 

Kapitel/Tag drei: Malinska – Omišalj

Zusammenfassung des dritten Kapitels:

Die 19 Kilometer lange Fortsetzung der Pilgerreise führt am dritten Tag aus dem Zentrum von Malinska, westlich vorbei an Kijac und durch Njivice in den Norden der Insel, nach Omišalj. Von Malinska bis zur Bucht Kijac gehen die Pilger über die Rajska Cesta (Paradiesstraße) – eine der angenehmsten Promenaden der Insel. Bei der Ankunft in Njivice liegt der Schwerpunkt auf der historizistischen Kirche der Geburt der Jungfrau Maria, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts an Stelle früherer Sakralbauten errichtet wurde. Auf diesem zahmen Gebiet, bekannt als Poje, befand sich in der Antike ein größerer landwirtschaftlicher Komplex – eine rustikale Villa – in der später eine frühchristliche Kirche eingerichtet wurde. Die Reise nach Norden enthüllt den Ort Mohorov, wo sich die Überreste einer weiteren spätantiken Siedlung befinden. Die Wanderung in Richtung der Bucht Sepen, südwestlich von Omišalj, offenbart nicht nur die Überreste der römischen Stadt Fulfinum aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts, sondern auch eine wertvolle monumentale frühchristliche Kirche mit kreuzförmigem Grundriss, Teil einer spätantiken Nekropole in Mirine, aus dem Anfang des 5. Jahrhunderts. Es geht weiter durch den Wald bis zur Erhöhung oberhalb der Bucht Omišalj und Fortičina, wo die Überreste einer mittelalterlichen Burg und einer spätantiken Festung mit einer Zisterne gefunden wurden. Wenn Sie wieder runter zum Meer gehen, entlang der Bucht Pesja, ist das nächste Ziel das Denkmal der Landschaftsarchitektur aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – der Park Dubec. Beim Betreten des Herzens von Omišalj, wird die Aufmerksamkeit der Pilger nicht nur von der malerischen Kirche der hl. Helena, sondern auch von der romanischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt angezogen.

Technische Beschreibung der Strecke:

Abschnittslänge: 19 km
Gesamtanstieg: 371 m
Gesamtabstieg: - 294 m
Höchster Punkt über dem Meeresspiegel: 83 m
Tiefster Punkt über dem Meeresspiegel: 0 m
Durchschnittliche Gehzeit: 4:00 - 5:00 Stunden
Untergrund: Asphalt, Schotter, Forststraße, Strand

 


 

Kapitel/Tag vier: Omišalj – Čižići

Zusammenfassung des vierten Kapitels:

Am vierten Tag führt die Pilgerreise auf einer 21 Kilometer langen Strecke vom Zentrum von Omišalj in Richtung Čižići und in den hohen Norden der Insel. Sie beginnt am Aussichtspunkt der grünen Oase von Omišalj – der Park Dubec – neben dem sich die einschiffige romanische Kirche des hl. Antonius von Padua befindet. Der angenehme Spaziergang zur Nordspitze der Insel führt entlang eines verstreuten Dorfes und der Küste, d.h. den Buchten Večja, Martinj und Lučica. Die Strecke führt am südlichen Rand des Campingplatzes Omišalj vorbei zu einer Kreuzung, deren Abzweigung zum Flughafen Rijeka führt. Es geht hinauf durch spärliche Vegetation und Landschaft bis zur Stelle, wo die Brücke von Krk beginnt, in der Nähe der kahlen Insel Sveti Marko. Am Meer entlang führt die Pilgerreise nun in Richtung der Bucht Voz und der Halbinsel Vošćica, auf der sich neben den Fundamenten eines antiken Gebäudes auch die Festung Maltempo befindet, deren Mauern von den Venezianern errichtet wurden, um den Seeverkehr im Tihi Kanal zu überwachen. Auf der Anhöhe zwischen den Buchten Voz und Peškera, beziehungsweise dem Kap Bejavec und dem Tihi Kanal, in der Ortschaft Kapelica, haben ein Wachturm und die Überreste eines langgestreckten Gebäudes mit Seiteneingang sowie eine ökologische Strohblumenplantage in unmittelbarer Nähe ihren Platz gefunden. Ein längerer Spaziergang entlang der felsigen Nordostküste der Insel, vorbei am Kanal von Vinodolski, führt zur Bucht Slivanjska, wo sich einer der schönsten Sandstrände der Insel befindet. Zwischen dieser Bucht und dem Dorf Rudine befindet sich die Höhle Biserujka, deren attraktives Innere durch eine Vielzahl von Höhlendekorationen gekennzeichnet ist – Kalzit-Tropfsteine, insbesondere Säulen und Stalaktiten. Durch Rudine führt die Pilgerreise, jetzt bereits auf dem Gebiet der Gemeinde Dobrinj, durch den Wald in Richtung des Dorfes Čižići. Der letzte Abschnitt des vierten Tages endet mit den Überresten der Kirche des hl. Petrus.

Technische Beschreibung der Strecke:

Abschnittslänge: 21 km
Gesamtanstieg: 343 m
Gesamtabstieg: - 419 m
Höchster Punkt über dem Meeresspiegel: 103 m
Tiefster Punkt über dem Meeresspiegel: 0 m
Durchschnittliche Gehzeit: 5:00 - 6:00 Stunden
Untergrund: Asphalt, Schotter, Forststraße, Sandstrand

 


 

Kapitel/Tag fünf: Čižići – Vrbnik

Zusammenfassung des fünften Kapitels:

Die 21,6 Kilometer lange Strecke führt von Čižići über Soline durch das bewaldete Innere der Insel in Richtung Dobrinj und Sveti Vid Dobrinjski und endet in Vrbnik, das man von Risika aus erreicht. Von Čižići führt die Strecke entlang der Küste zum benachbarten Soline. Diese beiden Dörfer, gelegen an der geschützten Bucht Soline, sind durch die Ortschaft Meline verbunden, die für ihren schwarzen Heilschlamm bekannt ist. Oberhalb von Soline, eines der ältesten Dörfer der Gegend von Dobrinj, befindet sich auf einem geschützten Hügel die einschiffige, romanische Kirche der hl. Philippus und Jakobus. Die Strecke führt weiter durch ein dichtes Waldgebiet in Richtung Dobrinj, dem Herzen der gleichnamigen Gemeinde, dessen Zentrum von der Pfarrkirche des hl. Stephanus dominiert wird. Der Name der Kirche sowie des Dorfes selbst wurden erstmals im ältesten kroatischen Rechtsdokument erwähnt, das in glagolitischer Schrift verfasst wurde – die Schenkungsurkunde des glorreichen Dragoslav aus dem Jahr 1100. Unweit der Pfarrkirche, im Teil des alten Friedhofs, erhebt sich ein dominanter Barock-Glockenturm, und neben ihm die Kirche der hl. Dreifaltigkeit. Nach dem Besuch von Dobrinj und einem kurzen Spaziergang über den Bürgersteig entlang der Straße, befindet sich der nächste Abschnitt der Pilgerreise am Eingang zum nahe gelegenen Dorf Sveti Vid Dobrinjski. Es handelt sich um die einschiffige Kirche des hl. Veit mit einer Apsis. Die Besonderheit dieser Kirche ist der massive Steinglockenturm, der anschließend vor der Eingangsfassade errichtet wurde. Die Fortsetzung der Reise enthüllt die Ruinen des Geisterdorfes Dolovo (oder Dolova), gelegen zwischen Kras und Gostinjac. Der Spaziergang in Richtung Südosten führt dann in das Gebiet der Gemeinde Vrbnik, d.h. zur waldbedeckten Burg Gradec – das erste Anwesen der Fürsten Frankopan von Krk, auch bekannt als Festung Rovoznik. Vom zahmen Dorf Risika biegt die Straße wieder in Richtung Küste ab, wo sich in der Bucht Sveti Marek, inmitten einer kleinen Halbinsel, die Überreste der Kirche des hl. Markus befinden. Teils entlang der Küste, teils durch den Wald geht es weiter nach Vrbnik, dem malerischsten Dorf der Insel, gelegen an einer steilen Klippe über dem Meer. Vrbnik ist besonders wichtig als Zentrum der Glagoljica, oder nach Ansicht vieler, als Wiege des glagolitischen Alphabets, denn die größte Anzahl der bis heute erhaltenen glagolitischen Manuskripte wurden im glagolitischen Skriptorium von Vrbnik erstellt. Die Altstadt von Vrbnik wird vom höchsten Punkt aus von der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt dominiert. Neben der Pfarrkirche bewahrt die Altstadt von Vrbnik viele andere Beispiele sakraler Architektur sowie viele andere Sehenswürdigkeiten auf, wie Klančić – die engste Straße der Welt, die Bibliothek der Familie Vitezić oder die Überreste mittelalterlicher Stadtmauern, eine der vielen Spuren, die von den Fürsten Frankopan von Krk auf dem Gebiet von Vrbnik hinterlassen wurden. Auf dem Weg zum Hafen von Vrbnik, treffen Sie auf die Kirche des hl. Johannes dem Täufer, während die Straße in Richtung Feld von Vrbnik eine weitere interessante Stätte verbirgt – die Überreste der Kirche des hl. Maurus.

Technische Beschreibung der Strecke:

Abschnittslänge: 21,6 km
Gesamtanstieg: 623 m
Gesamtabstieg: - 590 m
Höchster Punkt über dem Meeresspiegel: 266 m
Tiefster Punkt über dem Meeresspiegel: 0 m
Durchschnittliche Gehzeit: 5:00 - 6:00 Stunden
Untergrund: Asphalt, Schotter, Forststraße

 


 

Kapitel/Tag sechs: Vrbnik – Baška

Zusammenfassung des sechsten Kapitels:

Am sechsten Tag führt die Pilgerreise auf einer 23,3 Kilometer langen Strecke von Vrbnik in Richtung Baška, zuerst über das Feld von Vrbnik, dessen Parzellen seit mehr als hundert Jahren ein wahres Juwel an Weinbergen verstecken. Es geht weiter zur Quelle der Vela Rika in der Nähe der Klettergebiete Portafortuna und Belove Stene, die davon zeugen, dass das gesamte Gebiet von Baška, auf dem Sie sich jetzt befinden, ideal geeignet ist für Aktivitäten im Freien. Davon zeugt auch der längere Spaziergang durch die beeindruckende Landschaft voller Trockenmauern – Felsbrocken, die zum sogenannten Mondplateau führen. Es ist der berühmteste und ungewöhnlichste Ort auf dem Gebiet von Baška, der angesichts der kahlen Landschaft ohne Schatten einer felsigen Wüste oder der Oberfläche des Mondes ähnelt. Nördlich des Mondplateaus, vom Kap Glavina bis zur Bucht Mala Luka, erstreckt sich Kuntrep – das älteste ornithologische Reservat der Welt dessen größter Wert die Gänsegeier sind. Das Mondplateau ist durch den Wanderweg Put ka Mjesecu (Weg zum Mond) mit Baška verbunden. Die Pilger sind von Grün geschützt und werden auf dem ersten Abschnitt zur Kirche des hl. Johannes dem Täufer, dem Schutzpatron der Pfarrei und der Gemeinde Baška, geführt. Der Weg zum Mond führt weiter bergab zum Zentrum des Dorfes, welches drei weitere wertvolle Sakralbauten enthüllt: die Pfarrkirche der Heiligen Dreifaltigkeit, die Kirche des hl. Antonius von Padua und die Kapelle des hl. Markus, unter der sich die Überreste einer monumentalen, frühchristlichen Basilika und eines Baptisteriums befinden. Da das glagolitische Alphabet ein Symbol von Baška und ihrer Umgebung ist, dürfen Sie das neuere Denkmal, den glagolitischen Weg von Baška, nicht verpassen. Er besteht aus 34 Steinskulpturen geschnitzter Buchstaben des glagolitischen Alphabets, platziert an wichtigen Orten zwischen Baška, Jurandvor, Batomalj und Draga Bašćanska.

Technische Beschreibung der Strecke:

Abschnittslänge: 23,3 km
Gesamtanstieg: 730 m
Gesamtabstieg: - 756 m
Höchster Punkt über dem Meeresspiegel: 397 m
Tiefster Punkt über dem Meeresspiegel: 13 m
Durchschnittliche Gehzeit: 5:00 - 6:00 Stunden
Untergrund: Asphalt, Schotter, Forststraße

 


 

Kapitel/Tag sieben: Baška – Kornić

Zusammenfassung des siebten Kapitels:

Am letzten, siebten Tag führt die Pilgerreise auf einer 21,4 Kilometer langen Strecke von Baška, über Jurandvor, Batomalj und Punat bis nach Kornić. Auf Abschnitten des Glagolitischen Pfades von Baška erreicht man eine der berühmtesten Ortschaften der Insel – Jurandvor, die den Komplex der Abtei der hl. Lucia bewahrt. Das Artefakt, für welches das Gebäude 1851 weithin bekannt wurde, fand man in seinem Inneren. Es handelt sich um eine steinerne Chorschranke am Altar, in der Wissenschaft bekannt als Tafel von Baška, eines der ältesten Denkmäler der kroatischen Geschichte, genauer gesagt der Alphabetisierung und Staatlichkeit. Von Jurandvor aus führt die Pilgerreise in Richtung Westen, in Richtung des Dorfes Batomalj. Über ihm befindet sich das größte Marineheiligtum der Diözese sowie eines der ältesten Heiligtümer Kroatiens. Der weitere Aufstieg zur südwestlichen Hochebene führt zu den restaurierten Trockensteinmauern (Mrgari) Lipica und weiter entlang der kahlen Straße nach Obzova und Veli Vrh, von wo aus die Insel Košljun und Kornić deutlich sichtbar sind und die Richtung der Fortsetzung der Pilgerreise angeben. Das Dorf Punat, Zentrum der gleichnamigen Gemeinde, wird über einen mit Kreuzwegstationen angereicherten Weg betreten. Die Galerie Toš und das Oliveninterpretationszentrum Stari Toš, die Pfarrkirche der Hl. Dreifaltigkeit sowie die beiden Votivkirchen des hl. Rochus am Platz Plac und des hl. Nikolaus an der Buka sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Vor Punat, im Herzen der malerischen Bucht Puntarska Draga, befindet sich eine wahre kleine spirituelle Oase – das nur 0,072 Quadratkilometer große Inselchen Košljun. Boote überfahren täglich alle interessierten Pilger. Inmitten eines dichten Waldes jahrhundertealter Steineichen und Manna-Eschen befindet sich ein Franziskanerkloster mit der reich ausgestatteten Renaissancekirche der Verkündigung der Jungfrau Maria. Teil des Klosterkomplexes sind außerdem: ein Museum reich an ethnografischem, archäologischem und sakralem Material sowie eine Bibliothek mit mehr als 30.000 Titeln. Auf dem Weg zur letzten Station der Pilgerreise folgen zwei weitere Sehenswürdigkeiten der Insel: die archäologische Stätte im Gebiet von Kanajt und die Überreste der dreigliedrigen Kirche des hl. Donat. Das Ende der Camino-Route von Krk ist durch die Rückkehr in das Gebiet der Stadt Krk gekennzeichnet, mit der Pfarrkirche des hl. Jakobus dem Älteren als Endstation.

Technische Beschreibung der Strecke:

Abschnittslänge: 21,4 km
Gesamtanstieg: 779 m
Gesamtabstieg: - 709 m
Höchster Punkt über dem Meeresspiegel: 569 m
Tiefster Punkt über dem Meeresspiegel: 0 m
Durchschnittliche Gehzeit: 6:00 - 7:00 Stunden
Untergrund: Asphalt, Schotter, Forststraße, Karst
Zusatz: Liste des natürlichen, kulturellen und anderen Erbes

 

 

Camino Krk
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