Kulturdenkmäler

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Stadtmauern

Verschiedene Schichten in den Bollwerken, von welchen die Stadt in ihrem gesamten Umfang umzäunt und bis heute erhalten ist, wurden im Zeitraum der Illyrer bis zum Fall Venedigs gebaut. Das erste Denkmal der heutigen Mauern ist aus dem I. Jh. vor Christus. Der letzte wichtige Umbau des Bollwerks war Ende des XV. Jh.

krk0894.jpgFestung
Eine Festung der Frankopaner, erbaut vom XII. bis zum XIV. Jahrhundert, wovon Berichte venezianischer Administratoren sprechen. Die Festung hatte mehrere Zwecke: sie schützte die Stadt vor Angriffen von der Meeresseite und der viereckige Turm diente als Gerichtssaal. Die Höhe der Mauern liegt bei 9 m.
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Kamplin
Der Name dieses Platzes wurde aus dem lateinischen abgeleitet: campus = Feld. Zu Zeiten Roms befand sich hier der Übungsplatz im Gefüge der nahegelegenen Therme. Die Überreste der Tempelsäulen am Platz zeugen von einem großen Bauwerk aus der Zeit Roms.

 

Turm an der Küstekrk0958.jpg
Ein sechsseitiger, abgerundeter Turm am mittelalterlichen westlichen und südlichen Teil der Mauern. Fürst Nikola Frankopan ließ diesen 1407 erbauen. Davon spricht eine Inschrift und das Wappen der Familie, welches auf der römischen Stele aus diesem Jahrhundert, mit einer Abbildung des Ehepaares, eingemeißelt ist.

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Rathaus
Im Erdgeschoss dieses Turms-Gebäudes aus dem XV. Jh. gab es ein Stadttor. Den Turm erbauten die Inselbewohner ohne bezahlten Tageslohn. Auf seiner östlichen Wand befinden sich die Wappen des Dogen Augustin Barbariga. Unter ihnen ist die Uhr mit 24 Feldern, welche das erste Mal 1538 erwähnt wird.

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Vela placa
Der einzige Platz in der Stadt, der immer die Merkmale eines Platzes bewahrte. Er wird das erste Mal 1263 erwähnt. Der sechsseitige Brunnen auf dem Platz ist aus dem XVI. Jh. Unter dem Platz ist ein sehr wertvoller archäologischer Fundort, welcher, unter anderem, den ältesten Teil des städtischen Bollwerks aus dem IV.- III. Jh. vor Christus enthüllt.

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Das große städtische Tor
Nachdem die Stadt durch Mauern umzäunt wurde, wurde dieses Tor zum Haupteingang in die Stadt von der Meeresseite aus, umso mehr, da es sich ursprünglich südlicher, am Ende der Dekumane, wie auch der Platz selber, befand. Es wird seit 1350 erwähnt.

Kleines Tor
Ursprünglich befand es sich in den Bollwerken des Bischofshofes als südlicher Abschluss des Cardos. Dorthin wurde es aufgrund der Windstösse des Jugo und des Ausbaus des Bischofshofes in Richtung Westen während des XIV. Jahrhunderts versetzt. Vor diesem Tor befand sich eine kleine Anlegestelle: ein Eingang in die Stadt für Fischer.  

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Splendiddissima
'Glanzvollste Stadt der Einwohner Krks' lautet die Inschrift eines antiken Grabsteins aus dem IV. Jahrhundert. Eine Kopie befindet sich am städtischen Hauptplatz Vela placa und dies ist gleichzeitig auch der erste geschriebene Beweis vom Bestehen der Stadt Krk.

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Römisches Mosaik
Die Überreste der römischen Therme befinden sich im Erdgeschoss des Hauses Vasilić, in der Straße Ribarska ulica. Es entstand im I. Jahrhundert, ist gut erhalten und zeigt eine mythologische Meeresszene. Die zentrale Gestalt ist Triton, um welchen Delfine und andere Meereswesen tanzen.

krk0091.jpgVolsonis
Die ersten entdeckten Stadtbollwerke. Geschichtliche Ausgrabungen gebunden an das Forum – dem zentralen Teil des römischen Munizipiums. Es wurde ein Opferaltar aus dem I. Jahrhundert v.u.Ä. aus der Kollektion  der «Veneratempel» gefunden, der erste und einzige an der östlichen Küste der Adria.

Venerin hramVENUS TEMPEL
Venus ist die römische Göttin der Liebe, der Schönheit und der Ehe, sie wurde aus Meeresschaum geboren und laut Wahl von Paris ist sie die schönste Göttin des gesamten römischen Pantheons. Im römischen Reich gibt es bedeutend weniger Venustempel als Tempel, welche für andere Götter des römischen Pantheons gebaut wurden, da die königliche Familie selbst die Erlaubnis zum Bau des Tempels erteilen musste. An der Küste der östlichen Adria ist dies der einzige bisher gefundene Tempel der Göttin Venus und datiert aus dem 1. Jahrhundert vor Christus.
A. Mahnića 3, 51500 Krk
Tel: 051 520-662
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Kathedralekrk0045.jpg
Ursprünglich wurde die dreiflügelige altchristliche Basilika (V. Jh.) auf den Überresten der römischen Therme erbaut. In der Kathedrale befand sich auf der nördlichen Seite eine Taufkirche. Die heutige dreiflügelige romanische Kathedrale (XII. Jh.) wurde mehrmals um- und ausgebaut.
Das Innere «halten» 14 Säulen und eine aus der nördlichen Reihe (die erste neben dem Altar) hat als einzige sehr seltene Symbole der Eucharistie, auf jeder Seite jeweils zwei Vögel die Fisch essen.

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Der Glockenturm der Kathedrale
Die Kathedrale erhält im XVI. Jahrhundert einen Glockenturm im gotischen Stil. Im Jahr 1767 wird anstelle der bisherigen spitzen Spitze eine barocke Glockenkuppel gebaut und es wird ein hölzerner Engel aufgestellt. Der heutige Engel ist aus Polyester aus dem Jahr 1973.

Kirche des Hl. Quirinkrk0031.jpg
Ein kostbares Beispiel der romanischen Architektur des XII. Jahrhunderts. Die dreiflügelige Kirche wurde aus heimischem weißen Stein gebaut. Bei uns ist dies die einzige  alte Kirche mit Stockwerk. Sie war mit der Kathedrale als deren Matroneum – ein Raum aus welchem die Frauen die Messe verfolgten – verbunden. Sie wurde dem Hl. Quirin gewidmet – dem Schutzpatronen der Stadt Krk. Heute befindet sich in ihr eine wertvolle sakrale Sammlung – selbstverständlich am wertvollsten ist das Ausstellungsstück der Altartafel aus dem 15. Jh., welche das Motiv der Krönung Marias zeigt.

 

majka_bozja_oz.jpgKirche der Heiligen Mutter der Gesundheit
Eine dreiflügelige romanische Kirche des ehemaligen Benediktinerklosters aus dem XI. Jh. Ursprünglich dem Hl. Mihovil gewidmet. Wegen der Verteidigung der Stadt vor Cholera wechselt sie im XIX. Jh. den Titular. Der Glockenturm an der westlichen Frontseite ist aus der gleichen Zeit wie auch die Kirche.

Kirche des Hl. Franjocr_sv_franjo.jpg
Gotische Eintracht aus dem XIII. Jahrhundert. Die heutige Sakristei war der primäre Raum der Kirche. Der Glockenturm wurde später erbaut, sein oberer Teil erst im XVIII. Jahrhundert.

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Kirche des Hl. Josip
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Franziskanerkloster
Die Franziskaner werden in Krk das erste Mal 1277 erwähnt. Zuerst war das Kloster Teil des nördlichen Stadtbollwerks. Der östliche Flügel wurde 1910 errichtet, als Priesterseminar. Hier wir das Bild der Muttergottes mit Kind des Renaissance Malers Vittorio Carpaccio aufbewahrt.
 

Hl. Dunatkrk0569.jpg
Erstklassiges Denkmal der sakralen kroatischen Architektur. Es ist die Rede von einer kleinen Kirche aus der ersten Hälfte des XII. Jahrhunderts von vierblättrigem Grundriss. Aus ihrem zentralen viereckigen Raum, welcher von einer Kuppel überwölbt ist, entsteigen drei Apsiden. Die Einfachheit sollte Sie nicht überraschen: Sie stehen vor einem besonders bedeutendem Erbe der kroatischen sakralen Architektur, ihrem arteigenen Prototyp. Ein Denkmal der Null-Kategorie.

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Hl. Krševan
Das Denkmal höchsten Wertes datiert zwischen dem XI. und XII. Jahrhundert. Um die runde Basis reihen sich drei halbrunde Apsiden mit Halbkuppeln. Es befindet sich oberhalb der Bucht Čavlena. 

 


Fürsten – die Frankopaner von Krk
Das Geschlecht der adeligen Familie der Frankopaner zieht seinen Ursprung aus den Fürsten von Krk und wird seit dem XII. Jahrhundert in Dokumenten erwähnt. Unter dem Namen Frankopana kennzeichnet die Geschichte sie seit dem Jahr 1430.

Die Stadt Krk hütet aufmerksam die Tradition dieser adeligen Familie, welche sich neben der Familie Zrinski stolz als Magnat der kroatischen Kultur und Geschichte nennt. Sie waren Größen auf dem wirtschaftlichen und politischen Gebiet, in ständigem Kampf um die Selbstständigkeit Kroatiens. In diesem Bestreben sind sie auch verunglückt, in diesem Bestreben wurde auch deren Geschlecht ausgerottet: am 30. April 1671 um 09 Uhr früh wurden sie vor der städtischen Waffenkammer im Wiener Novo Mesto mit der Todesstrafe bestraft.

Begleitet von besonderen Begräbnisfeierlichkeiten wurden deren sterbliche Überreste am 30. April 1919 in die Grabkammer hinter dem Hauptaltar der Kathedrale von Zagreb übersetzt. Dort liegen sie nebst Pilgerern und mit der Wertschätzung des gesamten kroatischen Volkes auch heute noch. Krk war eine der strategischen Städte der Frankopaner, welche auch heute noch Erbe einer sehr gut erhaltenen Frankopanerfestung auf dem Platz Kamplin ist – eine ideale natürliche Szenerie und Kulisse der kulturellen Sommeraufführungen, sowie Fürstenhof – die Residenz dieser Familie auf Krk. 
Es zahlt sich aus, die Familienkapelle in der Kathedrale zu besuchen – ein schönes Beispiel des gotischen Stils. Neben diesem materiellen Erbe bemüht sich Krk, die Erinnerung an die Frankopaner zu bewahren, indem sie den Geist ihrer Zeiten mittels verschiedener Veranstaltungen wiederbelebt, welche die Stadt zurück ins Mittelalter tragen, zurück in die Renaissance und sie durch diese unhörbar als Fürst und Fürstin, als das Volk, Knappen, Schützen … vorbeiziehen. Romantisch.


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